Verantwortungsvolle Getreidewirtschaft:
Hohe Erwartungen des Lebensmittelrecht werden erfüllt

In dem Weihnachtsheft bzw. der Jahresabschlussausgabe von Mühle + Mischfutter erfolgt immer ein Kommentar zu einem aktuellen Thema. Diesmal geht es um das Thema Lebensmittelsicherheit, das der ehemalige Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Mühlen, Manfred Weizbauer, in seinem Beitrag auf den Seiten 766 und 767 näher betrachtet..

Absolut sicher, gesund, abwechslungsreich, schmackhaft und zu niedrigen Preisen – das sind die Erwartungen, die von Verbrauchern an das heutige Lebensmittelangebot gestellt werden. Sie sind vielfältig und hoch, manchmal aber auch realistisch. Entsprechend anspruchsvoll sind auch die Anforderungen an die Agrar- und Ernährungswirtschaft: Sie muss mit den ständig wachsenden gesetzlichen Vorgaben Schritt halten, neueste Forschungsergebnisse berücksichtigen, Verbrauchertrends frühzeitig erkennen, im harten europäischen und globalen Wettbewerb bestehen – und somit ihrer Verantwortung für über fünf Millionen Beschäftigte und 82 Millionen Verbraucher in Deutschland sowie Kunden in der ganzen Welt nachkommen.

Pflege von landwirtschaftlichen Körnerfrüchten
nach der Einlagerung

Darstel­lung am Beispiel Getreide und Raps in all­ge­meiner Übersichtsform

Dipl.-Ing. Gerhard Humpisch aus Schönebeck beschreibt in seinem 1. Teil die biochemischen Vorgänge in lagernden Körnerfrüchten und angeglichene Bearbeitungsverfahren.

Warum ist die Pflege von Körnerfrüchten im Lager unbedingt notwendig? Solche oder ähnliche Fragen stellen sich Verantwortliche für das Lagern von Körnerfrüchten vor allem nach der Ernte derselben und in den darauffolgenden Wochen.

Dieser ausführliche Beitrag über den Nachreifeprozess beim Getreide sowie über die richtige Belüftung und Trockung bei Körnerfrüchten ist in der Ausgabe 24 der Mühle + Mischfutter nachzulesen.

1. Detmolder Bio-Tagung

Die Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung e. V. (AGF) veranstaltete in Zusammenarbeit mit dem Max Rubner-Institut, Institut für Sicherheit und Qualität bei Getreide, am 21. und 22. Juni 2017 die 1. Detmolder Bio-Tagung im Roemer-Haus in Detmold.

Das Thema Rohstoffbeschaffung war einer der Schwerpunkte auf dieser Tagung, zu der die Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung e. V. (AGF) auf den Detmolder Schützenberg geladen hatte. In Zeiten, in denen die Nachfrage das Angebot übersteigt, spielen Rückverfolgbarkeit und Rohstoffsicherung eine immer größere Rolle. Die 60 Teilnehmer aus Wissenschaft, Mühlenindustrie, Naturbäckereien und Lebensmittelwirtschaft informierten sich über aktuelle Trends in der Branche und nutzten die Gelegenheit, um sich mit Wissenschaftlern und Unternehmern auszutauschen. 

Ein ausführlicher Bericht über diese erste Veranstaltung in Detmold ist in der Ausgabe 24 dieser Fachzeitschrift nachzulesen.

Erkennen von Reststärke in Kleie

Zu viel Reststärke in der Kleie bedeutet für den Müller einen Verzicht auf Gewinn. Die Bühler AG, Uzwil/Schweiz, bietet mit der Online-Messtechnologie gleich zwei Wege aus der „Reststärken-Sackgasse“: den NIR-Multi-Online-Analyzer MYRG und die Farb- und Stippenmessung MYHB. Beide Methoden messen und melden ohne Zeitverlust einen Anstieg an Reststärke und ermöglichen die umgehende Korrektur.

In der Müllereibranche beschreibt der Begriff „Ausmahlungsgrad“ die Menge Mehl, die aus 100 kg Getreide hergestellt wurde. Im modernen Mühlenbetrieb ermitteln Ausbeuterechner, welche die Produktion kontinuierlich überwachen, den Ausmahlungsgrad. Bei der Herstellung heller Mehle ist es das Ziel jedes Müllers, einen möglichst großen Anteil des Mehlkörpers aus dem Korninneren von den Schalenteilchen (Kleie) zu trennen. Die Kleie gilt in der Müllerei als Nebenprodukt, das als Zusatz für Futtermittel verwendet oder verkauft werden kann.

Mehr zu diesem interessanten Thema ist in der Ausgabe 24 dieser Fachzeitschrift nachzulesen.

Sind die Fuhrparkkosten pro Kunde bekannt?

Opti­male Dis­po­si­tion und Tourenplanung

Auf der Müllerei-Fachtagung in Volkach wurde die provokante Frage aufgeworfen: Was bleibt unterm Strich? Kennen Sie – also insbesondere die anwesenden Müller – Ihre Logistikkosten?

Rechnet man im Durchschnitt mit einer Transportentfernung von 300 km und einem Einsatztag von sieben Stunden sowie einer Ablademenge von 20 t, so betragen die Kosten für den Fahrer und den Lkw ca. 20 Euro pro Tonne. Erfahrungsgemäß liegen die Einbringungskosten des Weizens bei ca. 15 Euro/t.

Vergleicht man dies mit den Produktionskosten einer Mühle, so liegen die Logistikkosten damit mit 35 Euro höher als die Produktionskosten, für die Werte von ca. 30 Euro bekannt sind.

Bei der Produktion ist jedoch alles bis ins Kleinste ausgereizt. Modernste Maschinen, die in Volkach auch wieder vorgestellt wurden, reizen die Effizienz bis ins kleinste Korn aus. Aber was ist mit der Logistik? Dieser Frage geht Dr. Stausberg von der Firma Satlog in seinem Beitrag in Heft 24 auf den Seiten 783 bis 785 nach.