mmjb2010Mühlen- und Mischfutter-Jahrbuch 2011

Müller-Taschenbuch – Das technische Jahrbuch für die gesamte Getreideverarbeitung und Mischfutterherstellung.

122. Jahrgang. Hrsg. Reinald Pottebaum. 232 Seiten mit 101 Abbildungen bzw. Darstellungen und 12 Tabellen. Format DIN-B6. Preis 20,30 €. ISBN 978-3-87696-283-2.

Aus dem Inhalt:

Die Fortschritte der Müllereitechnik

erscheinen 2011 in der 56. Folge und beschreiben auf 79 Seiten – ergänzt durch 51 Abbildungen sowie vier Tabellen – technische und wissenschaftliche Neuerungen, Trends sowie Entwicklungen in der Müllereitechnik und informieren über wichtige Einzelthemen.

Der Fokus liegt in diesem Jahr auf: 1. Bearbeitung der Rohware: 1.1 Reinigen und Klassieren, 1.2 Trocknen; 2. Schädlingsbekämpfung und Hygiene; 3. Fördern, Befüllen, Verladen und Transport; 4. Messen, Steuern und Überwachen; 5. Vermahlung; 6. Untersuchungsgeräte und -methoden, Probenahme: 6.1 Untersuchungsgeräte und -methoden, 6.2 Probenahme; 7. Brand- und Explosionsschutz, 8. Brot- und Gebäckfehler; Getreide- und Mehlqualität.

Mischfuttertechnik heute

Der Jahresbericht über den Stand und die Entwicklung der Mischfuttertechnik erscheint im Jahr 2011 in 15. Folge. Auf 64 Seiten mit 35 Abbildungen wird der Frage nachgegangen, ob die Mischfutterindustrie die wirtschaftliche Krise schon überwunden hat und wie die Mischfuttererzeuger ihre Produktion auf hohem Qualitätsstandard der Auftragslage angepasst haben. Ständige Modernisierungen im Produktionsablauf gehören hierbei ebenso zur Qualitätssicherung wie auch die Ergebnisadaption der Grundlagenforschung von hohem wissenschaftlichen Niveau.

Die Schwerpunkte der diesjährigen Ausgabe liegen in: 1. Vermahlen und Sieben; 2. Mischen; 3. Pelletieren und Expandieren; 4. Lagern; 5. Fördern, Wiegen, Verladen und Filtern; 6. Automatisierung und Überwachung; 7. Forschung und Entwicklung; 8. Sonstiges.

Internationale Vollkorn-Definitionen

Während der letzten Jahre wird international in der Fachwelt eine intensive Diskussion zum Thema Vollkorn und zu Vollkorn-Definitionen bzw. deren Auslegung geführt. Impulsgebend ist die zunehmend bewusster gewordene (volks-) gesundheitliche Bedeutung von Vollkorn für den Verbraucher (Stichwort „health claims"), aber auch die Entwicklung von neuen, industriell gefertigten Lebensmitteln mit Vollkornanteil oder Vollkorncharakter. In dem Beitrag von Dr.-Ing. Günther Brack, Dr.-Ing. Klaus Münzing und Prof. Dr. Meinolf G. Lindhauer vom Max Rubner-Institut, Detmold, wird auf 12 Seiten mit 11 gesonderten Aufstellungen aufgezeigt, was Vollkorn ist und wie es derzeit national und international definiert ist. Es wird auf die Bedeutung und die Abgrenzung einer Vollkorn-Definition von Getreide-Mahlerzeugnissen eingegangen und unterschiedliche Auffassungen werden dargelegt. Die Recherche-Resultate der verfügbaren Informationen zum Vollkornbegriff (Codex Alimentarius, Kanada, USA, Australien, Großbritannien, Niederlande, Österreich, Schweiz und Deutschland) werden ausführlich mit ihren länderspezifischen Beschreibungen und Kommentaren dargestellt und ausgewertet.

Nachhaltigkeit in der Fütterung

Der ursprünglich aus der Forstwirtschaft stammende Begriff der Nachhaltigkeit ist in den zurückliegenden Jahren in nahezu alle Arbeits- und Lebensbereiche eingezogen. Obwohl verschiedentlich der gegenwärtige Stand der sehr differenzierten Tierproduktion als nicht befriedigend hinsichtlich der Nachhaltigkeit eingeschätzt wird, wurden in den vergangenen 50 Jahren in Europa wesentliche Beiträge zu einer effektiven und Ressourcen schonenden Tierproduktion geleistet. In dem Beitrag von Prof. Dr. Gerhard Flachowsky und Dr. Edgar Schulz, Braunschweig, wird – auf 17 Seiten mit vier Abbildungen und 8 Tabellen – versucht, Möglichkeiten zur Verbesserung der Nachhaltigkeit bei der Erzeugung von Lebensmitteln tierischer Herkunft entlang der Wertschöpfungskette darzustellen und Forschungsbedarf abzuleiten. Eine nachhaltige Fütterung ist durch den effektiven Einsatz begrenzt verfügbarer Ressourcen und geringe Emissionen je Produkt gekennzeichnet. Als Kriterien zur Einschätzung der Nachhaltigkeit können in der Tierernährung der Ressourcenaufwand (Ressourceneinsatz je erzeugtes Produkt) und die Ressourceneffizienz (erzeugtes Produkt je eingesetzte Ressource) kalkuliert werden. Die Eignung der sogenannten „Carbon Footprints", die die Summe der entlang der Nahrungskette anfallenden klimarelevanten Emissionen bei der Erzeugung eines Produktes/Lebensmittels unter Berücksichtigung der Treibhauspotenziale der einzelnen Gase darstellen, als Nachhaltigkeitsparameter wird beleuchtet. Insgesamt verdeutlicht der Beitrag die Notwendigkeit der komplexen Herangehensweise bei Nachhaltigkeitsbetrachtungen insbesondere bei der Tierernährung.

Den Abschluß des Mühlen- und Mischfutter-Jahrbuches 2011 bilden

Anschriften (weit über 100 Anschriften), ein Inserentenverzeichnis (mit Anschriften und Rufnummern) sowie Veranstaltungstermine für 2011 und die Jahreskalendarien 2011 und 2012.