mmjb2016Mühlen- und Mischfutter-Jahrbuch 2016

Das technische Jahrbuch für die gesamte Getreideverarbeitung und Mischfutterherstellung

127. Jahrgang. Hrsg. Reinald Pottebaum. 224 Seiten mit 76 Abbildungen bzw. Darstellungen und 15 Tabellen, Format DIN B6. Preis 20,95 €. ISBN 978-3-87696-293-1.

Die Fortschritte der Müllereitechnik

erscheinen in diesem Jahr in der 61. Folge und beschreiben auf 66 Seiten – ergänzt durch 47 Abbildungen und eine Tabelle – technische und wissenschaftliche Neuerungen, Trends sowie Entwicklungen in der Müllereitechnik und informieren über wichtige Einzelthemen. Zusammen mit den vorangegangenen Folgen stellt dieser Bericht ein nützliches Nachschlagewerk und eine weitere wertvolle Ergänzung zu Fachbüchern über Getreide und dessen Verarbeitung in der Mühle dar.

Der Fokus liegt 2016 auf:

  • 1. Getreidereinigung
  • 2. Dosieren, Wiegen, Verladen
  • 3. Schädlingsbekämpfung
  • 4. Messen, Steuern, Überwachen
  • 5. Vermahlung und Schälung
  • 6. Untersuchungsmethoden
  • 7. Betriebskontrolle, Qualitätssicherung

Mischfuttertechnik heute

Der Jahresbericht über den Stand und die Entwicklung der Mischfuttertechnik erscheint im Jahr 2016 in der 20. Folge. Auf 74 Seiten mit 28 Abbildungen und 14 Tabellen werden technische und wissenschaftliche Entwicklungen in der Futtermittelindustrie vorgestellt.

Die deutschen Mischfutterhersteller haben auch im abgelaufenen Getreidewirtschaftsjahr ein hohes Absatzergebnis erzielen können. Die Nachhaltigkeitsaspekte der Futtermittelherstellung bzw. der Futtermittelwirtschaft gewinnen heute immer mehr an Bedeutung. Indikatoren für die Nachhaltigkeit sind der Futterwert, die Futterverwertung sowie die Futterhygiene unter verschiedenen Aspekten, z. B. der Salmonellenproblematik und des Tierwohls. Bei den alternativen Futtermitteln ist Raps als Alternative zu Soja in der Fütterung in den Fokus getreten. Dabei liegt das wesentliche Augenmerk auf der verfahrenstechnischen Aufbereitung der Rapssaat. Nach dem Verbot antibiotischer Leistungsförderer wird weiterhin versucht, die entstandene Lücke vorwiegend mit den lebenden Mikroorganismen der Probiotika sowie mit dem Einsatz von Futtersäuren und deren Salzen zu schließen. Als alternative Eiweißquelle sind seit einigen Jahren auch Insekten in der Diskussion. Diese aktuellen Themenstellungen zur anforderungsgerechten Rohstoffaufbereitung und -bereitstellung haben die Entwicklung der vorgestellten Maschinen und Anlagen sowie die behandelten Themen beeinflusst.

Die Schwerpunkte der diesjährigen Ausgabe liegen in:

  • 1. Mischfuttertechnik:
        1.1 Zerkleinern, 1.2 Dosieren und Mischen, 1.3 Hydrothermische und hydrothermisch-mechanische Verfahren, 1.4 Fördern und Lagern
  • 2. Funktionelle und alternative Futtermittel sowie Futter- mittelzusatzstoffe:
        2.1 Futtermittelhygiene und -sicherheit
  • 3. Umwelt- und Arbeitsschutz, Betriebssicherheit, In- standhaltung
  • 4. Prozessoptimierung und Automatisierung
  • 5. Energie, Energieeffizienz und Energiemanagement
  • 6. Forschung und Entwicklung

Mutterkorn: Von der Hexerei bis zur Biotechnologie

In den Roggenfeldern hat in den vergangenen Jahren eine Pflanzenkrankheit zugenommen, die auch für den Menschen gefährlich werden kann: das Mutterkorn. In den schwarzen, meist wenige Zentimeter großen Körnern ist ein Gift enthalten, das bei übermäßigem Verzehr im Extremfall zum Tod führen kann. Dessen ungeachtet, treten heutzutage keine epidemieartigen Massenvergiftungen mehr auf.

Dr. Rolf Steinmüller geht in dem ausführlichen Beitrag – auf 31 Seiten mit einer Abbildung – detailliert auf die wechselhafte Geschichte des Mutterkorns ein. Der heilige Antonius als Fürsprecher für durch den Verzehr von Mutterkorn Erkrankte, die Entdeckung der Ursache des Ergotismus, die Biologie in Kürze, die Taxonomie, das Vorkommen, der Standort und die Verbreitung von Mutterkorn, der Lebenszyklus des Pilzes, die physikalisch-chemischen Eigenschaften, die Stabilität während der Verarbeitung, die Toxikologie, die Krankheitssymptome, die aktuelle Gefahrenlage, die wirtschaftlichen Auswirkungen und die gesetzlichen Regelungen zu Mutterkorn- alkaloiden sowie deren mögliche Minimierung und die Analytik werden anschaulich dargestellt. Ein Literaturverzeichnis mit über einhundert Quellen zur Thematik des Mutterkorns rundet den Bericht ab.

Den Abschluß des Mühlen- und Mischfutter-Jahrbuches 2016 bilden

Anschriften (weit über 100 Anschriften), ein Inserentenverzeichnis (mit Anschriften und Rufnummern), eine Übersicht über die wichtigsten Tagungen, Messen und Veranstaltungen sowie das Jahreskalendarium 2016.