Anforderungen und Lösungen zur
Einhaltung von Standards in der Getreidelagerung

Qual­ität­san­forderun­gen in Getreide ver­ar­bei­t­en­den Betrieben

Die Anforderungen an die Produkt- und Prozessqualität sind in Abhängigkeit vom Kundenportfolio unternehmensindividuell festzulegen und umzusetzen. Zusätzlich zu den gesetzlichen Standards für Lebens- und Futtermittel produzierende Betriebe sind die unterschiedlichen Ansprüche des Kunden im Prozess effizient abzubilden und einzuhalten. Für sowohl den Lebens- als auch den Futtermittelbereich betrifft dies etwa die Sicherstellung der physikalischen und funktionellen Eigenschaften des Kornes. Gleichzeitig gilt es, während des gesamten Produktionszyklus darauf zu achten, dass den Anforderungen an den Lebensmittel- und Verbraucherschutz, an Rückverfolgung, Nachhaltigkeit, GVO etc. Rechnung getragen werden kann. Wichtig ist hierbei, dass die Prozesse von der Warenannahme bis zur Verladung abgebildet, kontrolliert und dokumentiert werden können. Weiterhin bedarf es Steuerungs- und Regelungsverfahren, um auf diese Erfordernisse mittels der Anlagenprozesse einwirken zu können. Die Anforderungen sind in betriebsindividuellen Qualitätsspezifikationen zu definieren, intern umzusetzen, zu kontrollieren und regelmäßig mit den Vorgaben abzugleichen. Gemäß der ständigen Verbesserungsstrategie „Plan – Do – Check – Act“ (PDCA) wirken sich diese auf die Management- (Plan, Act) und Anlagenprozesse (Do, Check) aus (Abb. 1).

Der ausführliche Beitrag von Dr. agr. Verena Schütz-Schwark und M. Eng. Sebastian Schütz, Lichtenfels, ist in der Ausgabe 3 der „Mühle + Mischfutter“ nachzulesen.

 

Neue Erfassungs- und Aufbereitungsanlage für Biokörnerfrüchte

Matthias Reiter, Landshut

Die Reiter Seed Processing GmbH & Co. KG ist ein mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Landshut und auf den Maschinen- und Anlagenbau für die Saatgut- und Lebensmittelwirtschaft spezialisiert. Neben dem Vertrieb von Einzelmaschinen und -komponenten bietet der Betrieb von Consulting über Engineering bis hin zu schlüsselfertigen Komplettanlagen Lösungen aus einer Hand. Großer Wert wird auf die kundenspezifischen Bedürfnisse gelegt, um ein optimales Gesamtkonzept liefern zu können.

Für die Velaro GmbH & Co. Biokorn KG wurde an deren Standort in Plauen eine neue Anlage für die Annahme, Aufbereitung, Lagerung, Trocknung und Verpackung von Biokörnerfrüchten errichtet. Um allen Anforderungen gerecht zu werden, wurde im Vorfeld ein umfassendes Konzept ausgearbeitet. Velaro ist nun in der Lage, praktisch alle landwirtschaftlichen Körnerfrüchte zu verarbeiten – nicht nur die allseits bekannten Getreidearten, sondern auch Leguminosen, Ölsaaten, Mais und Feinsämereien (z. B. Leindotter- und Hanfsamen) sowie andere Sonderkulturen.

Der ausführliche Beitrag ist in Heft 3 dieser Fachzeitschrift nachzulesen.

 

Ursachen und Folgen der neuen, streitorientierten Koexistenz von Ökolandbau und konventioneller Landwirtschaft

Im Juni 2018 wurde die Verordnung (EU) 2018/848 als neue Grundverordnung für biologische Lebensmittel im Amtsblatt veröffentlicht. In Kraft tritt sie zum Jahresbeginn 2021. Sie ersetzt dann das heute geltende EU-Biorecht der Verordnungen (EG) Nr. 834/2007, 889/2008 und 1235/2008. Bis zum Ende des kommenden Jahres wird es noch eine Reihe ausführender und delegierter Verordnungen geben.

Die neue Koexistenz und der Weg zur Kontrolle des Endproduktes

Die neue Verordnung setzt einen neuen Rechtsrahmen für die Koexistenz des Biolandbaues und der konventionellen Landwirtschaft. Sie stellt die Biobauern ihren konventionellen Nachbarn gegenüber. Biobauern müssen – das ist neu – ihre Kulturen und Produkte gegen das Eindringen unerwünschter Stoffe aus der konventionellen Landwirtschaft schützen. Bezüglich der Umstände, die ihrem Einfluss unterliegen, haben sie verhältnismäßige und angemessene Maßnahmen zu ergreifen, mit denen die Risiken einer Kontamination von Biokulturen und -produkten vermieden werden (Art. 28 Abs. 1 der Verordnung (EU) 2018/848).

Spuren von Agrochemikalien aus konventioneller Landwirtschaft im Bioprodukt lösen eine Amtsuntersuchung aus (Art. 29 Abs. 1 Buchst. a). Während diese läuft, muss die Biovermarktung des betroffenen Produktes gestoppt werden (Art. 29 Abs. 1 Buchst. b). Der vorübergehende Stopp schlägt in einen dauerhaften Verlust des Biostatus um, wenn die Amtsuntersuchung die Vorsorgemaßnahmen als unzureichend einstuft (Art. 29 Abs. 2).

Der komplette Beitrag von RA Hanspeter Schmidt aus Freiburg ist in Heft 3 dieser Fachzeitschrift nachzulesen.

 

Einstiegslösung für die Atta-Produktion

Neben dem industriellen Verfahren zur Herstellung von Atta-Mehlen bietet Bühler aus Uzwil in der Schweiz nun auch eine Einstiegslösung an: Das neue Vermahlungssystem „AlPesa“ basiert auf der verkleinerten „PesaMill“ und eignet sich bestens zur hygienischen Kleinproduktion von geschmacklich authentischen Atta-Mehlen.

Atta-Mehl bildet auf dem indischen Subkontinent die Basis für die Zubereitung der als Grundnahrungsmittel geltenden Fladenbrote wie Chapati, Roti und Puri. Es wird aus verschiedenen Weizenmischungen hergestellt. Aufgrund der raschen Urbanisierung und einer wachsenden, qualitätsbewussten Mittelklasse besteht in Indien, Pakistan und Bangladesch eine starke Nachfrage nach hochwertigem Atta. Seit Jahrhunderten wird das Mehl auf speziellen Chakki-Mühlen produziert, die jedoch mit ihrer veralteten Technologie, der begrenzten Leistung und vor allem den mit chemischen Stoffenversetzten Mahlsteinen den heutigen Anforderungen an eine industrielle und hygienische Vermahlung nicht genügen können.

Mehr zu dem Thema der Atta-Produktion ist in Heft 3 dieser Fachzeitschrift nachzulesen.

 

3. Detmolder Bio-Tagung

der Arbeits­ge­mein­schaft Getrei­de­forschung e. V.
am 13. und 14. Novem­ber 2019 in Detmold

Die Detmolder Bio-Tagung der Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung e. V. (AGF) kann nach ihrer dritten Ausrichtung als gut etabliert gelten. Wachstum ist zwar oft ein problematisches Kriterium, doch wenn wie hier steigende (Teilnehmer-)Zahlen der Nachhaltigkeit dienen, ist das durchaus ein Grund zur Freude. Dass der Absatz von ökologisch produziertem Getreide zunimmt, ist in jedem Fall ein Beitrag zu einer gesünderen Umwelt, und diese Tagung ist ein wichtiger Baustein für die Vernetzung einer Branche, die das möglich macht.

Die Veranstaltung in Detmold schloss sich unmittelbar an die 70. Tagung für Bäckerei-Technologie an. Den Auftakt am ersten Konferenztag bildete der Themenkreis „Biogetreide im Zeichen des Klimawandels“. Peter Stallberger, Geschäftsführer der Goodmills Österreich GmbH, referierte über die Vor- und Nachteile eines wärmeren, trockeneren, aber unter Umständen auch feuchteren Klimas. Mehr Wärme bringt neue Schädlinge, z. B. die Getreidewanze, die in Mitteleuropa bisher selten war. Außerdem erfolgt die Abreifung der verschiedenen Getreidesorten komprimierter und nahezu zeitgleich, was nicht nur die Lagerstätten vor Herausforderungen stellt. Die Trockenheit führt zudem im Extremfall zur Notreife. Generell, so Stallbergers Fazit, ist die biologische Landwirtschaft aber besser für den Klimawandel aufgestellt als die konventionelle.

Der komplette Beitrag der Bio-Tagung ist in Heft 3 dieser Fachzeitschrift nachzulesen.

 

Für den ein­wand­freien Betrieb der Seite wer­den Sitzungs-​Cookies auf Ihrem Rech­ner gespe­ichert. Sie wer­den automa­tisch bei Sitzungsende gelöscht. Wenn diese Cook­ies abgelehnt wer­den, funk­tion­iert die Seite eventuell nicht mehr richtig.
Wir set­zen keine Tracking-​Cookies!