Die Qualität der deutschen Winterweichweizenernte 2019

  1. 1. Teil: Quantitatives und qualitatives Ergebnis in Bund und Ländern

Vorläufiges Ergebnis der BEE 2019 (Stand 24.9.2019), Veröffentlichung des Institutes für Sicherheit und Qualität bei Getreide, MRI, Standort Detmold

Alljährlich wird auf der Basis des Agrarstatistikgesetzes (§ 47) im Rahmen der „Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung“ (BEE) eine repräsentative Erhebung der wesentlichen Produktionsdaten von Getreide und anderen Feldfrüchten durchgeführt. Neben quantitativen Parametern werden bei den Brotgetreidearten Winterweichweizen und Winterroggen zusätzlich die Qualitätseigenschaften erfasst, die für das Bundesgebiet und auf Länderebene einen Überblick über die jeweilige Qualität der Ernte erlauben. Auf der Grundlage der Bodennutzungshaupterhebung erfolgt die Auswahl der in dieser Erhebung beprobten Felder, die aufgrund ihrer Anzahl eine repräsentative Aussage über Menge und Qualität der Brotgetreideernte des jeweiligen Bundeslandes ermöglichen. Für die Probenahme ist vom Statistischen Bundesamt zusammen mit den statistischen Landesämtern eine entsprechende Durchführungsverordnung erarbeitet worden. Ein Sachverständigen-Ausschuss von Länderreferenten unter Vorsitz des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) begleitet sämtliche Arbeiten und Auswertungen zur BEE. Die Qualitätserhebung des Weizens hinsichtlich der Parameter Proteingehalt und Proteinqualität beruht auf ca. 2 000 Mustern aus Probeschnitten und Volldruschen. Zur Bestimmung der Fallzahl und weiterer Parameter dienen ausschließlich Volldruschproben, deren Anzahl in diesem Jahr etwa 64% des gesamten Probenaufkommens ausmachen.

Getreideernten haben stets jahrgangsspezifische Merkmale und Marktbedeutungen. Mit jeder Brotgetreideernte müssen sich Handel, Mühlen und Bäckereien auf neue Mengen- und Qualitätsprofile einstellen. Sowohl der Ertrag als auch die Qualität des Weizens sind das Ergebnis aus Sortenwahl, Anbaumaßnahmen und Witterungsverlauf.

Ein ausführlicher Bericht über die deutsche Weizenernte ist in Heft 20 der „Mühle + Mischfutter“ nachzulesen. Ebenso der 2. Teil über die Mahl- und Backqualität von Weizensorten und -partien in der Bundesrepublik Deutschland, der auf den Seiten 652 bis 656 dieser Fachzeitschrift zu finden ist.

Digitalisierung in der Mühle

Ger­ald Hart­mann, Magdeburg

Worum geht’s?

Digitalisierung ist eines der Schlagwörter, die uns heute nahezu täglich begegnen. Im Wesentlichen versteht man darunter das „papierlose Büro“. Dieses ist sicherlich ein Aspekt der Digitalisierung, aber eben noch nicht alles.

Das Finanzamt z. B. akzeptiert schon seit Jahren eine vollständig digitalisierte Buchhaltung. Das bedeutet, dass Rechnungen nicht mehr in Papierform verlangt oder erwartet werden, sondern auch als Scans oder von vornherein digitale Dokumente verarbeitet und archiviert werden können. Für den Fiskus muss lediglich der Zugang zum digitalen Archiv gewährleistet sein. Vielleicht ist das Finanzamt nicht das leuchtendste Beispiel für die Digitalisierung, aber doch ein sehr eindrucksvolles.

Dagegen sind Handelsplattformen wie das chinesische Alibaba, die Zwischenhändler ausschalten sollen, eher kein evidentes Beispiel einer Digitalisierung. Unternehmen und auch Privatpersonen, die auf Gewährleistung, CE-Zertifikate und die Beherrschung von Herstellungsrisiken angewiesen sind, werden hier eher verhalten aktiv.

Tatsächlich aber führte die Digitalisierung der letzten Jahre bei der großen Mehrheit zu einem veränderten Kommunikationsverhalten. Wurden vorher offizielle Schreiben per Post versendet, reicht heute bereits eine E-Mail oder gar eine WhatsApp-Nachricht. Vor allem aber wird digital viel häufiger und intensiver kommuniziert.

Ein ausführlicher Beitrag über dieses Thema ist in der Ausgabe 20 dieser Fachzeitschrift zu finden.

Ein Strohfeuer

Nebenprodukte aus dem Reisanbau bergen viel ungenutztes Potenzial. In Leipzig entwickeln WissenschaftlerInnen deshalb innovative Technologien, um daraus neue Rohstoffquellen zu erschließen.

Wenn Dr. Ingo Hartmann die Asche aus der Verbrennungsanlage betrachtet, weiß er schon auf den ersten Blick, ob sie eine gute Qualität hat. Ist sie schneeweiß, kann der Forscher zufrieden sein. Manchmal ist das pulverartige Material jedoch grau oder bräunlich – dann ist etwas schiefgegangen. Der Ofen, aus dem die Asche kommt, steht im Technikum des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) in Leipzig. Er ist Teil einer Pilotanlage, in der Hartmann gemeinsam mit seinem Team testet, wie aus dem bisher kaum genutzten Ausgangsmaterial ein wertvoller Rohstoff entstehen kann.

Mehr über dieses interessante Thema ist in der Ausgabe 20 dieser Fachzeitschrift nachzulesen.

Grießputzmaschine „Norit MQRH“:
Feinschliff einer bewährten Maschine

Die Grießputzmaschine gehört zusammen mit dem Walzenstuhl und dem Plansichter zu den drei zentralen Anlagen einer modernen Weichweizen-, Hartweizen- oder Maismühle. Die neue Grießputzmaschine „Norit“ von Bühler baut auf dem Erfolg des „Puromat MQRF“ auf, der sich über Jahrzehnte bewährt hat.

Entschei­dend für die Qual­ität der Endprodukte

In der Grießputzmaschine werden nach einer ersten Vermahlung im Walzenstuhl und der ersten Sortierung im Sichter mittels Siebgeweben und Luftströmen die letzten kleinen Kleieteile aus den groben Zwischenprodukten entfernt. Im Anschluss daran gelangen die gereinigten Grieße in Fertigproduktsilos oder – für die Weitervermahlung zu feinsten Mehlen – zu den Walzenstuhlpassagen. Ob Weichweizen, Hartweizen oder Mais: In jeder Mühle entscheidet die Grießputzmaschine über die Qualität der Endprodukte: bei der Verarbeitung von Weichweizen sorgt sie für eine optimale Ausbeute an hellsten Mehlen, bei Durum für beste Grieße zur Produktion hochwertiger Teigwaren und bei Mais für erstklassige Grieße zur Herstellung verschiedenster Endprodukte.

Mehr über die Grießputzmaschine „Norit MQRH“ ist in Heft 20 dieser Fachzeitschrift nachzulesen.

Neues zur betrieblichen Altersversorgung

Für die steuer- und sozialversicherungsfreie Einzahlung von Beiträgen zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) aus Entgeltumwandlung gelten 2019 und 2020 neue Grenzen. Steuerfrei bleiben 2019 demnach bis zu 8% der BBG1) und somit 6 432 Euro (536 Euro mtl.), im Folgejahr 6 624 Euro (552 Euro mtl.). Sozialversicherungsfrei sind bis zu 4% der BBG, also in diesem Jahr 3 216 Euro (268 Euro mtl.) und 2020 dann 3 312 Euro (276 Euro mtl.). Neu ist aber auch die Weitergabe von ersparten Sozialversicherungsbeiträgen durch den Arbeitgeber (maximal 15% der Entgeltumwandlung), wenn der Arbeitnehmer Bruttolohnanteile in einen Beitrag zur bAV bei der Müllerei-Pensionskasse umwandelt.

Mehr über die betriebliche Altersversorgung mit Beispielen ist in der Ausgabe 20 dieser Fachzeitschrift nachzulesen.

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