Mykotoxin-Risikobewertung: Die ganze Geschichte

Yong Wee Liau, Singapur

Die Forschungsergebnisse sind eindeutig: Lebens- und Futtermittelhersteller müssen die synergistischen Effekte eines multiplen Mykotoxin-Vorkommens berücksichtigen. Doch wie lässt sich erreichen, dass eine Probe all ihre Geheimnisse preisgibt? Das LC/MS-MS-Verfahren zur Bestimmung mehrerer Mykotoxine hat sich bereits als vielversprechend erwiesen.

Es existieren etwa 400 Verbindungen mit niedrigem Molekulargewicht, die als Mykotoxine eingestuft werden und jeweils eigene spezifische toxische Wirkungen auf Mensch und Tier haben. Nationale und internationale Vorschriften und Empfehlungen decken jedoch i. d. R. nur einen kleinen Teil der Mykotoxine ab: die Aflatoxine B1, B2, G1, G2 und M1; die Fumonisine B1, B2 und B3; Ochratoxin A, Deoxynivalenol, Zearalenon sowie HT-2- und T-2-Toxin. Diese Mykotoxine sind gut erforscht und werden in der verfügbaren Forschungsliteratur häufig behandelt.

Was aber ist über die anderen, nicht regulierten Mykotoxine in einer konkreten Probe bekannt? Welche verborgenen Risiken sind mit dem gemeinsamen Vorkommen dieser Mykotoxine verbunden? Wie lässt sich herausfinden, was in einer Probe wirklich steckt? In diesem Beitrag in Heft 12 dieser Fachzeitschrift wird näher auf die nicht regulierten Mykotoxine eingegangen. Außerdem werden die Auswirkungen des multiplen Mykotoxin-Vorkommens diskutiert; zudem wird ein Verfahren zur Analyse von Getreide- und Futterproben auf das gleichzeitige Vorhandensein mehrerer Mykotoxine vorgestellt.

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