Überblick zu Bioethanol – Marktdaten und politischer Rahmen

Nelli Elizarov

Global und europaweit haben Staaten sich dazu verpflichtet, Treibhausgasemissionen zu senken und der anthropogen verursachten Erderwärmung entgegenzuwirken. Zur Einhaltung der im Kyoto-Protokoll vereinbarten Verpflichtungen sowie zur Umsetzung der im Pariser Klimaabkommen gesetzten Klimaschutzziele strebt die Bundesregierung an, die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis 2020 um mindestens 40%, bis 2030 um mindestens 55% und bis 2050 um 80–95% (Basisjahr 1990) zu senken. Im Sektor Verkehr sollen laut Klimaschutzplan 2050 die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um 40–42% bis 2030 gesenkt werden. Um eine Emissionsminderung im Verkehr, ohne Mobilitätseinschränkungen und zusätzliche Kosten für den Verbraucher, von derzeit 168 Mio. t CO2-Äquivalente auf 95–98 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente erreichen zu können, müssen alle Antriebsarten und klimafreundlichen Energieträger zusammenwirken. Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse, wie Bioethanol, leisten bereits heute einen bedeutenden Beitrag zur Reduktion von Emissionen im Verkehr und bieten auch weiterhin ein hohes Potenzial, Deutschland den gesetzten Klimazielen näherzubringen. Für die Förderung und Weiterentwicklung klimafreundlicher Energieträger sind nationale und europäische Regelungen entscheidend. In dem Beitrag wird ein Überblick zur Marktentwicklung von Bioethanol sowie zu aktuellen und zukünftigen politischen Rahmenbedingungen im Sektor Verkehr gegeben.

Mehr zu diesem Thema ist in der Ausgabe 3 dieses Fachmagazins zu finden.

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