Sprachsensibilität im Fachunterricht beruflicher Schulen

Ari­ane Steu­ber1

Ein­leitung

Angesichts der zunehmenden Heterogenität der Schüler*innen an beruflichen Schulen soll gemäß einer aktuellen Empfehlung der Kultusministerkonferenz (KMK) ein sprachsensibler Unterricht im Sinne ‚Durchgängiger Sprachbildung‘ ([9]) auch in der Berufsschule umgesetzt werden. Dies bedeutet, sprachsensiblen Unterricht „als Aufgabe aller Fächer, Lernfelder und Lernbereiche und somit als Querschnittsaufgabe von Schule [zu verstehen; A.S.]“ ([6], S. 5). Für die Umsetzung eines sprachsensiblen Unterrichts wird von der KMK ein integrativer Ansatz als erforderlich erachtet, der das Lehren und Lernen von Sprache und Fachinhalten gleichzeitig ermöglicht ([6], S. 5). Integrative Konzepte sind in der Berufspädagogik bislang kaum etabliert und stellen ein wichtiges Forschungsdesiderat dar. Im vorliegenden Beitrag wird deshalb das didaktische Potenzial eines integrativen Ansatzes für die sprachliche Bildung Jugendlicher und junger Erwachsener im berufsschulischen Kontext aufgezeigt. Hierfür werden die kommunikativen Bedingungen im Rahmen einer vollständigen Handlung unter linguistischer Perspektive betrachtet. Darüber hinaus werden didaktische Gestaltungsmöglichkeiten für einen sprachsensiblen Fachunterricht dargestellt. Die angeführten Beispiele in Heft 2 dieser Fachzeitschrift beziehen sich auf unterschiedliche Berufsfelder.

1) Dr. des. Ariane Steuber, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Leibniz Universität Hannover, Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung

 

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