Die Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie - Zuckerreduktion in Frühstückscerealien

San­dra Blackert

Mit dem Koalitionsvertrag ist das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im März 2018 beauftragt worden, eine wissenschaftlich fundierte Strategie zu erarbeiten, um Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten zu verringern. Das Konzept wurde am Ende eines intensiven Dialogprozesses zwischen der Bundesregierung. den Bundesländern sowie Verbänden aus den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Lebensmittelwirtschaft, Verbraucherschutz und Wissenschaft Ende 2018 verabschiedet.

Im Fokus der Strategie stehen die Prozess- und Zielvereinbarungen der beteiligten Wirtschaftskreise. Die Entscheidung für die Umsetzung aller vereinbarten Maßnahmen liegt allein bei den Unternehmen. Die geschlossenen Vereinbarungen basieren auf dem Prinzip der Freiwilligkeit. Die Strategie setzt den Schwerpunkt auf Fertigprodukte, ein besonderes Augenmerk richtet sich dabei auf Produkte, die sich durch die Art ihrer Aufmachung an Kinder und Jugendliche richten. Die Ziele der Strategie werden in insgesamt sechs Handlungsfeldern bearbeitet. Ein umfangreiches Monitoringkonzept begleitet die Strategie.

Die Basis bildet eine Produkterhebung aus dem Jahr 2016. Die erste Folgeerhebung der Produktdaten wurde Ende 2019 durchgeführt, die Ergebnisse erschienen am 1. April 2020. Ein erster Zwischenbericht des BMEL wird Ende 2020 erwartet. Die Umsetzung der Strategie wird zudem von einem Begleitgremium flankiert, das sich aus Vertretern der Bundesregierung, der Länder sowie von Verbänden und Institutionen aus den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Lebensmittelwirtschaft. Verbraucherschutz und Wissenschaft zusammensetzt.

Die Cerealienhersteller im VGMS werden bis Ende 2025 auf der Basis des Jahres 2012 die Gesamtzuckergehalte der in ihrer Aufmachung an Kinder gerichteten Produkte, gewichten nach ihrem Absatz. als Teil der freiwilligen Selbstverpflichtung um durchschnittlich mindestens 20% reduzieren. Die Ergebnisse des internen Branchenmonitorings zeigen große Erfolge bei der Zuckerreduktion in Frühstückscerealien und auch die Folgeerhebung des Monitorings belegt dies. Mit Blick auf das vereinbarte Reduktionsziel und auf sich ändernde Verbrauchererwartungen werden die Unternehmen diesen Weg weitergehen und die Herausforderungen der Produktreformulierung weiter annehmen. In der Entwicklung neuer Rezepturen sind viele Parameter wichtig, entscheidendes Kriterium nicht nur für die Hersteller, sondern letztlich auch im Sinne der Strategie ist die Verbraucherakzeptanz. Auf den Energiegehalt von Frühstückscerealien hat die Zuckerreduktion meist keine Auswirkung.

Der komplette Beitrag ist in Heft 2 dieser Fachzeitschrift nachzulesen.

 

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