Auswirkungen des konventionellen und des ökologischen Anbaus auf den Ertrag und die Kornqualität von Hafer

Stef­fen Beuch

Hafer ist eine der bedeutendsten Fruchtarten im Ökolandbau und erreicht dort nahezu ein Viertel der in Deutschland insgesamt angebauten Haferfläche. Die Markwareerträge von Ökohafer liegen unter vergleichbaren Anbaubedingungen aber um 23% unter konventionellem Hafer. Vergleichsweise starke negative Relativauswirkungen hat der Ökoanbau bei Hafer darüber hinaus auf die Bestandesdichte (–25%) und die Qualitätsmerkmale Anteil nicht entspelzter Körner (+69%), Spelzenanteil (+14%) und Sortierung >2,5 mm (–14%), wobei die Höhe der Auswirkungen sortenspezifisch ausfällt. Verantwortlich dafür ist vor allem das stark limitierte und weniger kontrollierbare N-Angebot zu Hafer im Ökoanbau. Auch der Befall mit dem Gelbverzwergungsvirus der Gerste (BYDV) reduziert vor allem unter ökologischen Anbaubedingungen das Ertrags- und Qualitätsniveau von Hafer. Über die Sortenwahl können gerade auch unter ökologischen Anbaubedingungen die negativen Auswirkungen von Lager- und Krankheitsdruck auf den Ertrag und die Qualität reduziert werden.
Mehr über dieses interessante Thema ist in der Ausgabe 2 von „Getreide, Mehl und Brot“ nachzulesen.

 

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